Zeltlager 2018


Seefahrer für 12 Tage auf großer Schatzsuche

Am Morgen des 15.07.2018 machten sich die Teilnehmer mit ihren Familien und ein Teil der Besatzung der Crew auf den Weg in die Kirche, um das Zeltlager mit dem alljährlichen Lagerstartgottesdienst einzuleiten. Schon hier lernten die jungen Seefahrer Petrus kennen, um den es in diesem Jahr in den Entdeckerzeiten und Andachten gehen sollte. Nach dem Gottesdienst suchten sich alle 53 Teilnehmer und die Mitarbeiter einen Platz auf der „White Pearl“, wo jedoch schon bei dem ein oder anderen die ersten Heimweh-Tränen flossen. Doch diese Phase war schnell überwunden, als es in Richtung Fornbach ging. Nach langer Fahrt erreichten wir das Lager, wo wir schon vom Aufbau-Team erwartet wurden. Es erfolgten die Zelteinteilung und der Einzug in die Zelte, was nun noch einmal zeigte: Das Seefahrerlager hatte begonnen!
Uns erwarteten 12 Tage voller Freude, mit abwechslungsreichem Programm und tollen Geschichten. Es gab auch in diesem Jahr eine Lager-Olympiade, einen Waldlauf und einen Wettabend, bei dem die Seefahrer auf die Fähigkeiten der Crew setzen mussten. Bei sehr verregnetem Wetter durften dann mit Stift und Papier die Schiffe der anderen Zelte versenkt werden, damit die Seefahrer nicht beim anschließenden Kanufahren, wenige Tage später, auf die Idee kamen, dort die Schiffe versenken zu wollen. In den Hobbygruppen durfte dann jeder Teilnehmer selbst entscheiden, was er machen möchte. Das führte dazu, dass sich Kinder auch schon mal versehentlich falsch eintrugen und entsetzt feststellten: „Oh, nein! Jetzt muss ich mit Jack Flint Sport machen!“ Es wurden aber auch fleißig Körbe geflochten, Lampions gebastelt und Gesellschaftsspiele gespielt. Mit dem Kapitän persönlich wurde ein Floß gebaut, welches noch nicht einmal unterging, als es mit ein paar mutigen Seefahrern zu Wasser gelassen wurde.
Trotz des vielfältigen Programms wurde der Kern nicht vergessen: Gott. In den Entdeckerzeiten erfuhren wir sehr viel über das Leben von Petrus. Am Abend der Begegnung lernten wir, was alles zu einer Freundschaft (mit Gott) dazugehört. In den täglichen Morgen- und Abendandachten hörten wir zu dem jeweiligen Tagessymbol Geschichten, die sich auch immer auf das alltägliche Leben bezogen und uns in vielen Momenten vielleicht auch mal eine Hilfe sein können.
Dankbar für das gute Wetter konnten wir oft abends zusammen am Lagerfeuer sitzen, das ein oder andere Stockbrot machen, Lieder singen und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Auch am letzten Abend war das Wetter so gut, dass wir das Abschlussfest draußen unterm Pavillon feiern und am nächsten Tag alles sauber und trocken einpacken konnten.
Das absolute Highlight für viele Seefahrer und einen großen Teil der Crew war dann die Erlaubnis des Kapitän, die letzte Nacht unter freiem Himmel verbringen zu dürfen. So blieb das ein oder andere Zelt ganz leer oder ziemlich einsam, aber jedem hat es gefallen.
Nachdem am letzten Morgen alle Teilnehmer noch einmal den Frühsport über sich ergehen lassen mussten, konnte das Abbau-Team mit der Arbeit beginnen. Nach dem Frühstück gingen dann die meisten Seefahrer und ein Großteil der Crew wieder an Bord der „White Pearl“, um die Heimfahrt anzutreten. Bei der Ankunft im Heimathafen Bad Marienberg  gab es ein „großes Hallo“ mit den Familien und noch einmal etwas Chaos beim Ausladen des Gepäcks. Währenddessen hatten auch ein paar Teilnehmer, die zum Abbau geblieben waren, Mitarbeiter und einige extra angereiste Leute das Lager fertig abgebaut und den Heimweg angestrebt.

Unser besonderer Dank gilt dem Auf- und Abbauteam, den Küchenfrauen und allen Mitarbeitern, die aktiv am Zeltlager mitgewirkt haben. Ohne sie wären diese 12 Tage nicht möglich gewesen.
Danke! Ahoi, Seeleute!

Eure Bordschreiberin Luisa Haunert